Anleitung: Digital Fotos entwickeln

Nachdem man seine Digitalfotos in der Kamera hat, möchte man sie natürlich auch auf Papier bringen, eben "Digitalfotos entwickeln". Wer noch gar keine Vorstellung hat, wie das abläuft: hier ist eine kleine Einführung.

Und wer gleich einsteigen will, sollte unsere Liste für kostenlose Digitalfotos anschauen.

Ein Foto entwickeln: Digital?

Normale analoge Filme gibt man zur Entwicklung im Labor ab und bekommt Papierbilder zurück. Wie kann man aber Digitalfotos entwickeln? "Entwickeln" kann man die eigentlich nur noch in einem übertragenen Sinne. Der analoge Negativfilm wird mit bestimmten Chemikalien entwickelt, um die Bilder sichtbar und den Film unempfindlich gegen Licht zu machen. Das gibt es bei digitalen Fotos natürlich nicht mehr. Ein Digitalfoto entwickeln bedeutet eigentlich, Abzüge auf Fotopapier davon zu machen.

Wie kommen die Bilder zum Fotolabor?

Die Digitalbilder werden als Dateien auf dem Computer abgespeichert. Die kann man dann am Monitor oder auf dem Fernseher anschauen. Um daraus ein Papierbild zu machen, sucht man sich zuerst einen Bilderdienst.

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Die Fotoservices bieten verschiedene Möglichkeiten an, um die Dateien zu ihnen zu schicken. Üblicherweise geht das

Am einfachsten ist die Entwicklung, wenn man die Digitalfotos per Windows-Client verschickt. Die Software hilft dem Nutzer in der Regel, die Dateien zusammenzustellen, auf Wunsch zu komprimieren und die passenden Formate und Ausschnitte zu wählen.

Die Sache mit den Formaten

Digitalkameras machen üblicherweise Fotos mit einem Seitenverhältnis von 3:4. Wenn die eine Seite also 900 Pixel lang ist, dann ist die andere 1200 Pixel lang. Die Bilder aus analogen Kameras haben aber das Format 2:3 und daher sind auch die "klassischen" Fotopapier-Formate im Verhältnis 2:3 geschnitten: z.B. 10x15cm oder 20x30cm.

Wenn man jetzt ein Digitalfoto mit 3:4 auf ein normales "2:3"-Fotopapier entwickeln will, passt das Bild nicht richtig auf das Papier: entweder steht das Motiv über und wird abgeschnitten, oder es ist ganz zu sehen aber dafür bleiben weisse Ränder auf dem Papier übrig (siehe auch den Eintrag in unserer FAQ, bei bessere-bilder.de kann man die Bilderdienste gezielt nach diesem Kriterium auswählen).

Tipp: Nimm einen Anbieter, der Papier im passenden Format anbietet, 2:3 für Scans, 3:4 für normale Digitalkameras.

Deshalb bieten inzwischen viele Bilderdienste spezielle Digitalformate an: z.B. 10x13 oder 15x20. Manche Digitalkameras lassen sich auch auf ein 2:3-Format umschalten.

Die Qual der Wahl: Wie gross soll's denn sein?

Es stehen eine ganze Menge unterschiedlicher Papiergrössen zur Auswahl: von 9x13 fürs Album, über 13x18 für den kleinen Rahmen bis zu 50x75 um das Wohnzimmer zu schmücken. Zusätzlich kann man noch, je nach Geschmack, zwischen Hochglanz-, Matt-, Sepia- und Metallic-Papier wählen.

Wie gross die Abzüge von Digitalfotos werden können, hängt in erster Linie von der Auflösung der Datei ab: ist die Auflösung zu klein, werden die Fotos entweder kantig, da man die Pixel sieht, oder unscharf, da nicht genug Bildinformation vorhanden ist.

Tipp: Der PixelKalkulator errechnet die passenden Werte für beliebige Formate.

Wieviele Pixel für ein Format notwendig sind, erfährt man mit dem PixelKalkulator. Alternativ ist hier auch eine Tabelle für die häufigsten Formate (mit den Angaben für 200dpi sollte man schon eine gute Qualität erreichen, 300dpi sind optimal):

Format  gute Auflösung (200dpi)   optimale Auflösung (300dpi) 
9x13 ab 701x1000 (ca. 0,7 MP) ab 1051x1500 (ca. 1,6 MP)
10x15 ab 803x1197 (ca. 1 MP) ab 1205x1795 (2,1 MP)
11x15 (3:4) ab 866x1181 (ca. 1 MP) ab 1299x1772 (ca. 2,2 MP)
13x18 ab 1000x1402 (ca. 1,4 MP) ab 1500x2102 (ca. 3 MP)
20x30 * ab 1575x2362 (ca. 3,7 MP) ab 2362x3543 (ca 8 MP)
30x45 * ab 2362x3543 (ca. 8 MP) ab 3542x5315 (ca. 18 MP)
MP = Megapixel    
* Bei den grösseren Formaten reichen in der Praxis
auch geringere Auflösungen, da man Poster
auch aus grösserer Entfernung betrachtet.

Mit dieser Tabelle kann man überprüfen, für welche Papiergrössen sich die eigene Kamera eignet. Für kleinere Formate ist meistens nicht die volle Auflösung der Kamera notwendig. In der Regel rechnet aber die Client-Software die Dateien selber auf die exakte Grösse um, so dass sich ein Anfänger darum nicht weiter kümmern muss. Wenn nicht, hilft jede Bildbearbeitung dabei, die Fotos auf das richtige Format umzurechnen oder Ausschnitte zu wählen.

Eine ähnliche Tabelle findet ihr auch bei digitalfotonetz.de.

Via Internet nach Hause: Lieferung der Fotos
Je nach Fotoservice dauert die Bearbeitung 1-7 Tage. Vor allem die kleinen Fotolabors sind sehr schnell. Bei Fotoporto z.B. kann man den Auftrag bis 16.00 Uhr nachmittags abschicken und die Papierfotos liegen am nächsten Morgen im Briefkasten!
Das Porto kostet ca. 2-3 Euro. Bei kleineren Bestellungen lohnt es sich also, den Auftrag zu einem Labor zu geben, bei dem man die Fotos persönlich abholen kann. Die Verpackungen der Bilderdienste unterscheiden sich, sind aber inzwischen eigentlich alle ganz gut, so dass man sich um seine Fotos keine Sorgen machen muss.

Tipp: Mit einem der Gutscheine für Digitalfotos kannst Du das Ausbelichten kostengünstig ausprobieren.

Das wären also die Basics zum Thema Digitalfotos entwickeln - wer tiefer einsteigen will, wird sich noch mit Scharfzeichnungsfiltern und manueller Bild-Korrektur auseinandersetzen. Dazu passt zum Beispiel unsere Einführung über Bildbearbeitung mit Picasa!


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