ZusammenfassungHDR-Bilder, also Bilder mit hohem Kontrastumfang, können eindrucksvoll sein. Bei Motiven mit starkem Hell/Dunkelunterschied kann es stimmungsvolle, fast künstlerische Bilder ergeben. Für spontane und bewegte Bilder eignet sich die HDR-Technik praktisch gar nicht.
Das Knipsen von HDR-Bildern ist durch das notwendige Stativ, die mehreren Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten und die anschließende Bearbeitung aufwändiger.
EinleitungAuf bessere-bilder.de geht es ja um bessere Bilder, dazu ist man auf einen guten Bilderdienst, der einem scharfe, farblich ausgewogene und kontrastreiche Papierabzüge macht, angewiesen. Aber auch in der Bildvorbereitung kann man durch Ändern des Bildausschnitts (Beschneiden) oder Regeln der Helligkeit und Farbtönung einiges machen.
Seit wenigen Monaten ist mehr und mehr die Möglichkeit die Bilder per HDR (High Definition Range) zu verbessern bekannt und populär geworden.
Bei mir war es ein Artikel in der Zeitschrift c't über den ich zum ersten Mal mit HDR in Berührung kam. Selber habe ich noch kein einziges HDR-Bild erstellt, alle in diesem Beitrag verwendeten Bilder hat mir mein fast immer fröhliche und freundliche Kollege W. Bierbrauer zur Verfügung gestellt, dem ich an dieser Stelle herzlich danke.
Was ist HDR?"HDR" steht für Englisch "High Dynamic Range", was übersetzt soviel heißt wie "Hoher Kontrastumfang". HDR-Bilder sind demnach Bilder mit einem hohen Kontrastumfang. Zur Erinnerung: Der Kontrast ist der Unterschied zwischen dem hellsten Bereich und dem dunkelsten Bereich.
Kontrast bei normalen BildernAnaloge Kameras haben begrenzt durch den Film und chemische Prozesse ein Kontrastverhältnis von ca. 1:10.000. Bei digitalen Kameras ist dieses Verhältnis nochmals deutlich eingeschränkter, die meisten Kameras kommen auf ein Verhältnis von 1:1.000. So kämpft mancher digitale Fotograf mit Aufnahmen mit viel (Sonnen-)Licht und Schatten, selbst bei richtiger Belichtung sind entweder die dunklen Bereich durchgängig schwarz (scheinbar unterbelichtet) oder die hellen durchgängig weiß (scheinbar überbelichtet).
Erstellung und Funktionsweise von HDR-BildernWill man nun mit der normalen Digitalkamera HDR-Bilder aufnehmen, so bedient man sich eines Tricks:
Von einer Szene macht man mehrere Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungen. Das sieht dann etwa so aus:
Unterbelichtet:

Normal belichtet:

Überbelichtet:

Mit Hilfe einer HDR-Software werden diese Aufnahmen in ein neues Bild, das HDR-Bild umgerechnet. Man kann vereinfacht schreiben:
Unterbelichtet + Normal belichtet + Überbelichtet = HDR-Bild
Das HDR-Bild der obigen Bilder sieht dann so aus:
Voraussetzungen- Kamera mit Möglichkeit zur Belichtungseinstellung
- Stativ (damit die Aufnahmen exakt den gleichen Ausschnitt haben)
- Computer mit HDR-Software
Beispiele: (alle Copyright W. Bierbrauer)

SoftwareeasyHDR - 25 EUR
Artizen HDR - ca. 45 EUR
Photomatix - 75 EUR
LinksSpiegel Online zeigt tolle HDR-Fotos von LesernUnd hier endet mein Artikel auch schon. Vielleicht habt ihr Interesse an HDR bekommen und wollt noch viel mehr wissen. Stöbert einfach einmal im Web selber nach "HDR" und ihr werdet vieles Interessantes dazu finden. Zwischenzeitlich gibt es auch einige Bücher zu diesem Thema.