Fotobücher: Cewe Color (Archiv)

Geschrieben von Sebastian Eichner, November 2006
Hinweis: Den ersten großen Test von Fotobuch-Anbietern haben wir 2005/06 durchgeführt. Da diese Seiten immer noch sehr beliebt sind, haben wir sie im Archiv behalten. Bedenkt aber bitte, dass diese Tests den damaligen Stand wiedergeben und möglicherweise nicht mehr aktuell sind.

Für aktuelle Informationen lest unseren Fotobuch-Test 2009!

Im Archiv findet ihr CeweColor (2006), Fotobuch.de (2005), myphotobook.de" (2005) und Pixopolis (2005).

Cewe Color bietet von einem kleinen "Fotoheft" im Postkartenformat über ein quadratisches Format bis zum A4-Buch verschiedene Größen an. Alle Bücher außer dem Postkartenformat sind mit einer stabilen Klemmbindung und wahlweise mit Softcover, Hardcover oder Leineneinband versehen.

Die Umschlagsseiten der Soft- und Hardcover können frei gestaltet werden. Der Leineneinband ist in Rot, Blau und Schwarz verfügbar und wird mit einem kleinen Foto als Titelbild beklebt.

Verkauft werden die Cewe-Fotobücher übrigens über diverse Partner wie dm-Drogerie, Müller, Photo Dose und Budnikowsky.

Die Software

Die Cewe-Software zum Erstellen des Fotobuchs startet mit einem sehr gut gemachten Assisstenten, um schnell ein Buch mit einer Menge Bildern in einem einheitlichem Layout zu erstellen. Auch später können Bilder nicht nur einzeln, sondern auch ordnerweise in das Buch eingefügt werden, was mitunter viel Zeit sparen kann.

Cewe-Fotobuch-Assistent
Einfacher Start: Der Assistent für das Cewe Fotobuch

Das Programm stellt eine Vielzahl an schönen Layout-Vorlagen und Hintergrundmustern zur Verfügung, unter anderem auch Motive wie Blätter, Holz und Wasser. Einfarbige Hintergründe lassen sich leider nur in Schwarz und Weiss erstellen.

Statt der vorgegebenen Layouts kann man jede Seite wahlweise auch frei gestalten, um die Fotos beliebig zu positionieren. Durch die Funktion "Als Hintergrund auf beide Seiten" ist es inzwischen auch möglich, ein Bild auf eine Doppelseite zu drucken.

Sehr lobenswert ist, dass die Fotos automatisch mit einer Linie als Begrenzer versehen werden, wie es eigentlich bei allen professionellen Publikationen mit Fotos üblich ist. Merkwürdigerweise bietet das außer Cewe bisher kein anderer Anbieter an.

Cewe-Fotobuch Hauptfenster
Cewe Fotobuch: Das Hauptfenster

Im freien Layout-Modus wurden gegenüber den früheren Versionen einige Verbesserungen vorgenommen: inzwischen gibt es ein einblendbares Raster (die Rasterweite ist allerdings nicht änderbar), und das Bewegen der Fotos per Tastatur mit den Pfeiltasten ist möglich. Funktionen zum Ausrichten mehrerer Bilder aneinander gibt es nicht.

Besonders lobenswert ist allerdings, dass es eine Undo/Redo-Funktion gibt, um missglückte Änderungen rückgängig zu machen. Das ist - leider - bei den anderen Anbietern immer noch nicht üblich.

Auch der Texteditor wurden stark verbessert und unterstützt jetzt alle gewünschten Funktionen, wie Ausrichtung und Schriftformatierungen. Die Schriftformatierungen (z.B. Schriftart, -grösse, -farbe) lassen sich auch auf einzelne Worte anwenden, nicht nur wie früher auf ganze Textfelder.

Um einzelne Fotos nachzubearbeiten, steht ein Bildeditor zur Verfügung. Dort können Sättigung, Helligkeit und Farbton des Fotos angepasst werden. Ausserdem können verschiedene Farbeffekte, z.B. ein Sepia-Effekt, eingeschaltet werden.

Cewe-Fotobuch Bildeditor
Der Bildeditor: Hier können Farbkorrekturen vorgenommen werden

Der Datei-Browser zum Auswählen der Fotos zeigt die Bilder des aktuellen Verzeichnisses wahlweise nach Dateiname oder Aufnahmezeitpunkt sortiert an. Leider wird der Dateiname zu den Bildern nicht mit eingeblendet, so dass es mitunter schwierig ist, ein bestimmtes Bild zu finden.
Alternativ kann man auch z.B. den Windows-eigenen Dateibrowser benutzen und Fotos per Drag'n'Drop in das Fotobuch fallen lassen. Man ist also nicht auf den integrierten Datei-Browser angewiesen.

Auf den ersten Blick überraschend, aber auf den zweiten Blick vorbildlich ist die Abspeicherung der Projektdatei. Statt wie bei den meisten Programmen üblich, alle Bilder zusammen mit den Layout-Daten in eine einzige, riesige Datei zu speichern, legt die Cewe-Software ein Unterverzeichnis an, in das alle verwendeten Bilder hineinkopiert werden. Das hat den großen Vorteil, dass man die eingebauten Bilder nachträglich noch mit Bildbearbeitungsprogrammen verändern kann. Sehr zeitsparend ist es zum Beispiel, am Ende alle Bilder in einem Rutsch zu schärfen. Bei anderen Programmen muss man jedes Bild vor dem Einfügen ins Buch einzeln schärfen. Diese Methode des Abspeicherns bei Cewe ist von allen bisher getesteten Programmen die praktischste.

Fazit

Die Cewe-Software ist über die letzten Versionen erheblich verbessert worden. Die meisten Kritikpunkte, die wir im ersten Test vor einem Jahr bemängelt haben, sind inzwischen behoben. Damit setzt sich die Cewe-Software in Sachen Bedienkomfort und Nutzerfreundlichkeit an die Spitze des Testfeldes. Keine andere Software bietet einen so ausgereiften Assistenten zum automatischen Befüllen des Fotobuchs.

Das gedruckte Buch überzeugt ebenfalls: die Druckqualität ist die beste, die wir im Test bisher gesehen haben. Die Farben sind leuchtend aber natürlich, die Fotos scharf und fast ohne sichtbares Raster. Auch sehr helle oder dunkle Flächen enthalten noch ihre Details und wirken nicht verwaschen. Der dünne Rahmen um jedes Foto gibt den Bildern Halt und verbessert die Wirkung von Seiten mit vielen Bildern erheblich. Das Papier fühlt sich sehr schön an, und die Klemmbindung erfüllt ihren Zweck, wenn sie auch nicht ganz so elegant wie andere Bindungen wirkt.

Als bisher einziger der getesteten Anbieter kann Cewe auch Text in guter Qualität drucken. Während die Kanten ansonsten immer etwas unscharf sind, erscheinen die Buchstaben hier gestochen scharf und angenehm zu lesen. Wer viel Fließtext in seinem Buch unterbringen will, hat bei Cewe einen großen Vorteil.

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