Fotobücher: Pixopolis (Archiv)

Geschrieben von Sebastian Eichner, August 2005
Hinweis: Den ersten großen Test von Fotobuch-Anbietern haben wir 2005/06 durchgeführt. Da diese Seiten immer noch sehr beliebt sind, haben wir sie im Archiv behalten. Bedenkt aber bitte, dass diese Tests den damaligen Stand wiedergeben und möglicherweise nicht mehr aktuell sind.

Für aktuelle Informationen lest unseren Fotobuch-Test 2009!

Im Archiv findet ihr CeweColor (2006), Fotobuch.de (2005), myphotobook.de" (2005) und Pixopolis (2005).

Bei Pixopolis gibt es Fotobücher in vielen verschiedenen Varianten: vom geklammerten Heft in DIN-A4-Format über Spiralbindung, Softcover mit Klebebindung bis zum Hardcover-Buch mit echter Fadenbindung (A4 mit 24 Seiten 24,95 Euro, schrittweise bis zu 112 Seiten für 69,95 Euro).

Außerdem werden noch drei Sonderformate angeboten: das Fotobuch Giant (42,5cm breit, 28cm hoch), das quadratische Fotobuch Square (20,5x20,5cm) und das kleinere Fotobuch Pocket (20,8x11,6cm oder 11,6x21,6cm).

Die Software

Pixopolis stellt das Programm PixGEN 2.0 zum Gestalten der Fotobücher zur Verfügung. PixGEN kann auf zwei Arten benutzt werden: am schnellsten kommt man mit dem Assistenten zum fertigen Buch. Dabei wählt man das gewünschte Buchformat aus, entscheidet sich für einen der vorgegebenen Umschläge und trägt seine eigenen Texte in das Umschlagslayout ein. Danach sucht man eine der Gestaltungsvorlagen mit Platz für bis zu 20 Bilder aus, die auf alle Seiten angewandt wird. In einer Liste stellt man seine Fotos zusammen, die zum Schluss der Reihe nach in das Fotoalbum eingefügt werden.

PixGEN 2.0
Mit PixGEN 2.0 lassen sich Layouts frei gestalten

An dieser Stelle kann man sein Fotobuch bereits bestellen, oder man wechselt jetzt in den Bearbeitungsmodus: in dieser zweiten Variante kann das Buch völlig frei gestaltet werden. Gestaltungsvorlagen können dann auch auf einzelne Seiten angewandt werden. Alternativ können Bilder und Texte beliebig platziert werden. Dabei hilft ein einblendbares Gestaltungsraster, an dem die Bilder beim Bewegen aber nicht automatisch einrasten. Ein explizit zu drückender Knopf richtet ein Bild am nächstgelegenen Rasterpunkt aus.

Für jedes Foto läßt sich sehr komfortabel der zu druckende Ausschnitt wählen. Ebenso können Helligkeit und Kontrast angepasst werden. Auch die numerische Angabe von Position und Größe für exakte Layouts ist möglich. Sehr praktisch ist die Funktion "auf optimale Größe setzen", die ein Foto auf die maximale Größe bringt, die bei optimaler Qualität möglich ist.

Die Farben für Seitenhintergrund und Text können nicht nur aus einer Liste gewählt werden, sondern sind frei definierbar. Durch die genaue Abstimmung zwischen Farben im Foto und z.B. der Farbe der Überschriften können damit sehr schöne Effekte erzielt werden. Für die Texte stehen alle installierten Schriftarten zur Verfügung. Formatierungen wie Schriftgröße oder Fettdruck können nur auf ganze Textblöcke angewandt werden, nicht auf einzelne Worte.

Anpassen eines Fotos in PixGEN 2.0
Fotos können in PixGEN vor dem Druck korrigiert werden.

Als unpraktisch in der Benutzung erweist sich, dass die Datei-, Layout- und Hintergrundauswahl sowie der Bereich für die Texteingabe fest in eine einzige Palette integriert wurden. So verbringt man unnötig viel Zeit mit dem Hin- und Herschalten zwischen diesen verschiedenen Elementen. Eine Möglichkeit zum Auftrennen dieser Palette würde die Arbeit erleichtern.

Bei unseren Tests fanden wir noch einige kleinere Fehler im Programm. So wandern gedrehte Texte bei jeder Änderung am Inhalt oder den Formatierungen selbstständig ein Stück zur Seite. Die Möglichkeit, Textfelder per Maus größer zu ziehen ist eigentlich sinnlos, da die Größe bei der nächsten Änderung am Inhalt automatisch wieder auf die vorgewählte Textgröße zurückgesetzt wird.

Wie bei den anderen Programmen im Test ist es nicht möglich, mehrere Objekte gleichzeitig auszuwählen und auf der Seite zu verschieben. Dafür bietet PixGEN als einziges eine Undo-Funktion an, allerdings begrenzt auf die letzten elf Schritte. Sehr gut sind die Hinweise bei Problemen, wenn zum Beispiel Teile eines Fotos außerhalb des Druckbereichs liegen oder die Bildqualität zu niedrig ist.

Das gewünschte Buchformat kann während der Bearbeitung nachträglich geändert werden. Überschüssige Seiten gehen dabei allerdings verloren.

Eine besondere Eigenschaft des Programms, auf die man während der Erstellung achten muss, ist die Einbindung der Bilder. Während alle anderen Programme die Bilddateien direkt in das Buch-Projekt kopieren, speichert PixGEN nur Verweise auf die Bilddatei.

Dadurch belegen abgespeicherte Fotobücher zwar nur sehr wenig Platz, sind aber nur so lange problemlos ladbar, wie die Dateien auf der Festplatte noch an derselben Stelle zu finden sind. Das Projekt kann daher auch nicht auf einem anderen Computer geöffnet werden. Durch die Verweise ist es außerdem nicht möglich, auf verschiedenen CDs oder DVDs gespeicherte Bilder einzubinden. Diese müssen zuerst auf die Festplatte kopiert werden, damit PixGEN alle Dateien beim Laden des Buchprojekts finden kann.

Pixopolis bietet als einziger Hersteller an, Bücher auch nach Grafik-Dateien wie JPG/TIFF als Vorlage zu drucken. Dazu kann man auf der Pixopolis-Website die genauen Seiten-Maße und Angaben zum Beschnitt finden. Profi-Gestalter sowie Nutzer von Betriebssystemen wie Linux oder Mac können dann mit einer beliebigen Software ihr Fotobuch erstellen und als Datei speichern. Diese Möglichkeit bietet das Maximum an Flexibilität bei der Gestaltung. So kann auch eine professionelle Layout-Software zum Einsatz kommen. Allerdings muss jede Seite als einzelne Datei gespeichert werden. Formate wie PDF oder DOC werden nicht als Vorlage akzeptiert.
(Fehlerkorrektur: In der ersten Version dieses Artikels hatten wir hier geschrieben, PDF-Dateien würden akzeptiert. Diese Information war ein Fehler auf unserer Seite. Wir bitten um Entchuldigung für möglicherweise entstandene Missverständnisse!)

Fazit

Mit dem Pixopolis-Programm lässt sich flexibel und sicher arbeiten. Zwar kann die Bedienoberfläche im Hinblick auf effizientes Arbeiten noch verbessert werden, aber in der Regel wird jeder Nutzer damit zurecht kommen. Der Assistent ermöglicht zusammen mit dem manuellen Bearbeitungsmodus sowohl das schnelle Erstellen wie auch das individuellen Gestalten des Fotobuchs.

Dass Grafik-Dateien als Vorlage akzeptiert werden macht Pixopolis außerdem für Experten interessant, die ihr eigenes Layout-Programm verwenden wollen.

Das Hardcover-Fotobuch ist mit einer hochwertigen Fadenbindung gefertigt und macht einen sehr stabilen Eindruck. Der Druck ist sauber, mit ausgeglichenen Farben. Bildkanten und Text sind etwas schärfer als bei fotobuch.de, der Grauverlauf zeigt allerdings einen leichten Hang ins Rote, der sich auf Scharz-Weiß-Bildern bemerkbar macht. Insgesamt gehört Pixopolis aufgrund der Kombination aus gutem Druck und guter Verarbeitung sicherlich mit zu den besten Anbietern.

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