1. HotPixels Eliminator
2. JonRead's HotPixel
3. PixelZap
4. PS-Entstörungsfilter
5. FixFoto
6. HotPixel Killer
Fazit
In den letzten Jahren wurden immer mehr Digitalkameras
verkauft. Das liegt vor allem daran, dass sie viel kompakter
gebaut werden können. Auch ihre Bildqualität wurde
immer besser, so dass bei einem normalen Foto schon fast kein
Unterschied mehr zu sehen ist.
Da die CCDs, welche die Bilder in digitale Daten umwandeln, sehr
teuer sind und die Hersteller immer kleinere Kameras wollen,
werden auch die CCDs immer kleiner. Das Licht wird also auf immer
kleinere Flächen "gezwengt" und dadurch nimmt die CCD-Temperatur zu.
Die Folgen sind verstärktes Rauschen bei allen
Belichtungszeiten, sowie das Auftreten von sogenannten
HotPixeln.
Mittlerweile gibt es viele Programme, welche diese HotPixel aus den Bildern heraus rechnen können.
Doch wie gut funktionieren diese Programme wirklich?
Um dies heraus zu finden, haben wir verschiedene Verfahren getestet.
Als Testbild benutzten wir ein Nachtbild der Dimage A1 von Minolta, welche bei langer Belichtungszeit viele HotPixel zeigt.
(Bitte beachten, dass dieser oben gezeigte Bildausschnitt ein Extrem-Beispiel ist!)
Bei allen Programmen benutzten wir - wenn möglich - die automatischen Einstellungen!
Die Ergebnisse finden Sie in diesem Artikel, geordnet nach der Qualität.
1. Platz: HotPixels Eliminator
http://www.mediachance.com/digicam/hotpixels.htm
+ kostenlos
+ sehr einfache Bedienung
+ entfernt HotPixel fast vollständig
+ die Schärfe bleibt gut erhalten
+ kennt viele Bildformate
+ zeigt direkten Vergleich zwischen dem Original und dem korrigierten Bild
Der HotPixel Eliminator überzeugte auf der ganzen Linie!
Es ist das Programm, welches am einfachsten zu bedienen war und gleichzeitig die besten Ergebnisse liefert.
Obwohl er die HotPixel fast komplett entfernt, leidet die Schärfe des Bildes nur ganz minimal!
2. Platz: Jon Read's HotPixel
Leider gibt es dieses Tool inzwischen offenbar nicht mehr zum Herunterladen.
Wenn ihr doch eine aktuelle URL dafür
kennt, gebt uns doch .
+ kostenlos
+ entfernt HotPixel nicht ganz so vollständig
+ die Schärfe bleibt sehr gut erhalten
= durchschnittliche Bedienung
- benötigt Photoshop
Jon Read's Programm gegen HotPixel ist ein Plugin für Photoshop.
Man muss also entweder das teure Photoshop besitzen oder man hat ein Bildbearbeitungsprogramm, welches mit Photoshop-Plugins umgehen kann.
Aber das ist eigentlich das einzige Argument gegen dieses Plugin. Die Bedienung ist durchschnittlich: Es sind ein paar Klicks mehr als der Erstplatzierte,
aber dafür kann man das Plugin auch konfigurieren.
3. Platz: PixelZap
http://www.tawbaware.com/pixelzap.htm
+ entfernt HotPixel weniger gut als die Obengenannten
+ die Schärfe bleibt sehr gut erhalten
+ unterstützt Commandline
+ es können mehrere Dateien korrigiert werden
- kostet 15$
- seltsame Grafikfehler
PixelZap ist das bestplatzierte kostenpflichtige Anti-HotPixel-Programmen.
Dies ist das einzige Programm im Test, welches Commandline unterstützt, das heisst man kann in DOS mittels einer Befehlszeile das Programm starten.
Das hat den Vorteil, dass man z.B. eine Batch-Datei erstellen kann, welche gleich einen ganzen Ordner korrigiert.
Das Programm behält die Schärfe der Bilder sehr gut bei, allerdings kommt es zu seltsamen Grafikfehler. Bei genauerem Betrachten
sieht man nämlich auf dem Dom und auf dem Gebüsch unten, dass die HotPixel kreuzförmig verstrichen werden, d.h. die HotPixel sehen aus wie Kreuze.
Blöderweise sieht man auf dem ganzen Bild, also nicht nur bei den HotPixeln, vertikale Linien, welche relativ störend wirken.
Etwas anderes, was auch stark verfälscht wurde, sind die drei nebeinander liegenden, roten Lichter am Turm (rechts).
4. Platz: Entstörungsfilter in Photoshop
+ entfernt HotPixel gut
- hoher Detailverlust
- relativ mühsame Bedienung
- benötigt Photoshop
Mit dem Filter "Staub und Kratzer entfernen" in Photoshop kann man ebenfalls
HotPixel entfernen. Photoshop ist das komplexeste Programm im Testfeld, bietet aber
keine spezielle Anti-Hotpixel-Funktion
Folgende Schritte wurden gemacht:
1. Der Farbmodus muss auf CMYK gewechselt werden
2. Der Schwarz-Kanal muss ausgewählt werden
3. Filter --> Störungsfilter --> Staub und Kratzer
Dort muss man folgende Einstellungen eingeben:
Radius = 2
Schwellenwert = 30
4. Den Farbmodus auf RGB zurückstellen
Das Bild wirkt mit diesen "Standard-Einstellungen" unschärfer als bei der Konkurrenz.
Da man aber die Parameter an jedes Bild noch genau anpassen kann und sonst noch viele Möglichkeiten zur Entfernung von HotPixeln vorhanden sind,
gaben wir die Note "genügend".
5. Platz: FixFoto
+ entfernt HotPixel relativ gut
+ viele sonstige Funktionen
- 30 Euro
- extrem unscharf
FixFoto ist das zweite kostenpflichtige Programm. Da es nicht auf HotPixel spezialisiert ist,
entfernt es sie auch nicht perfekt.
Die Bilder werden viel zu unscharf, darum auch nur ein "ungenügend"!
Das Programm hat aber viele andere nützliche Funktionen zur Verbesserung von Fotos.
6. Platz: HotPixel Killer
+ kostenlos
- produziert extreme Grafikfehler
- unbrauchbar
Ausser dass dieses Programm kostenlos ist, hat es leider keine positiven Eigenschaften.
Es produziert mit der Auto-Konfiguration grässliche grüne Artefakte, welche das Bild vollkommen unbrauchbar machen!
MANGELHAFT!
Fazit
Obwohl HotPixel sehr nervend sind, kann man sie mit Programmen einfach und wirkungsvoll entfernen.
Trotzdem zeigten sich grosse Unterschiede, vor allem beim Detailverlust der Bilder.
Das einzige Programm, welches auf der ganzen Linie überzeugte, war der HotPixel Eliminator!
Geschrieben und getestet von Janis Berneker, Januar 2004